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Allergische Reaktion durch den Eichenprozessionsspinner

 

 

© Nicole Lienemann AdobeStock 276872300

Während der letzten Jahre wurden die Warnungen vor den Raupen der Eichenprozessionsspinner immer häufiger. Gleichzeitig mehren sich die Meldungen über allergische Reaktionen und andere Beschwerden nach Kontakt mit den Tieren. Tatsächlich können die Brennhaare der Raupen starke Hautreizungen verursachen, oder, wenn sie eingeatmet werden, entsprechende Atembeschwerden. In den Brennhaaren sind Giftstoffe enthalten, auf die manche Menschen auch allergisch reagieren. Mit den Raupen und ihren Gespinsten ist also tatsächlich nicht zu spaßen.

 

Zugenommen haben die Probleme mit den Raupen, weil sie sich durch ansteigende Temperaturen und den Rückgang von nächtlichem Frost weiter ausbreiten und ihr Vorkommen in Europa deswegen zunimmt. Ungefähr Anfang Mai schlüpfen die Raupen, durchlaufen mehrere Stadien des Wachstums, verpuppen sich schließlich und werden zu vergleichsweise unauffälligen Nachtfaltern.

Problematisch sind die Raupen im Zeitraum zwischen Mai und Juni. Dann haben sie nämlich die Brennhaare entwickelt, die bei Menschen nach dem Kontakt zu den bekannten Beschwerden führen können. Dabei ist es egal, ob man nur mit den Haaren in Kontakt gekommen ist oder mit einer Raupe. Allein die Brennhaare reichen aus, auch wenn sie sich im Nest befunden haben, vom Wind getragen worden sind oder man sie auf eine andere Art berührt hat. Deswegen ist es auch sehr wichtig, besonders vorsichtig zu sein. Die Ansammlungen von Raupen lassen sich noch verhältnismäßig gut erkennen und meiden. Dagegen, dass Brennhaare im Wind sind und auf der Haut landen, kann man sich aber deutlich schwerer schützen. Diese Brennhaare können auch noch längerer Zeit aus den leeren Gespinsten heraus vom Wind verbreitet werden.

 

Nachdem das Gift der Brennhaare die Haut berührt hat, können verschiedene Symptome auftreten, die über einen Zeitraum bis zu Wochen bestehen bleiben können. Man spricht auch von Raupendermatitis. Dazu zählt, dass sich Knötchen bilden, die Insektenstichen ähneln, oder auch Quaddeln, auch ein starker Juckreiz kann auftreten.

Das Gift kann auch die Atemwege reizen, es kann zu Entzündungen, Schwellungen und Husten kommen, möglich sind auch Atemnot und sogar Asthma-Anfälle. Entsprechend können Mund- und Rachenraum gereizt sein. Die Augen können ebenfalls betroffen sein, das Gift kann zum Beispiel eine Bindehautentzündung auslösen.

Seltener kommt es zu allgemeinen Beschwerden, zum Beispiel Fieber und Schwindel.

Problematischer ist der Fall, dass die betroffene Person allergisch auf das Gift der Raupen reagiert. Entsprechende Symptome können unterschiedlich ausfallen, auch allergisches Asthma ist denkbar. Handelt es sich um einen schweren Fall, kann sogar ein allergischer Schock vorkommen, dieser ist lebensgefährlich.

 

Wie hoch das eigene Risiko ist, mit den Raupen in Berührung zu kommen, hängt natürlich vom Wohnort ab. Je nach Freizeitverhalten müssen manche Gruppen jedoch besonders vorsichtig sein. Das gilt für Spaziergänger im Wald, Anwohner von betroffenen Wäldern, Besitzer von Grundstücken mit Eichenbestand und Menschen, die beruflich viel Zeit im Wald verbringen bzw. Kontakt mit Bäumen haben, zum Beispiel Landschaftspfleger. Bei Freizeiteinrichtungen in der Natur, wie Schwimmbädern und Campingplätzen, sollte man besonders vorsichtig sein. Auch für spielende Kinder ist das Risiko vergleichsweise hoch, an die Raupen zu geraten.

Um Beschwerden vorzubeugen, hält man am besten viel Abstand von Raupen und ihren Gespinsten, vor allem, wenn man die Tiere nicht sicher identifizieren kann. Bei Warnungen für heimatliche Waldgebiete ist es sinnvoll, die betroffenen Bereiche ganz zu meiden. Wenn man doch einmal in Kontakt mit den Haaren von Raupen kommt, sofort Kleidung wechseln, am besten im Freien, und gründlich duschen.

Außerdem sollte man auf keinen Fall die Nester selbst entfernen. Wenn man auf dem eigenen Grundstück welche findet, gilt ebenfalls: Abstand halten und Fachleute informieren.

Kommt es dennoch zum Kontakt zu den Raupen oder auch ihren Gespinsten, ist es ebenfalls eine sinnvolle erste Maßnahme, die getragene Kleidung loszuwerden, auch in diesem Fall am besten im Freien. Schuhe und andere betroffene Gegenstände reinigt man gründlich, zum Beispiel sollte man auch das Auto saugen, wenn man darin nach Hause gefahren ist.

Gründliches Duschen und Haarewaschen ist ebenfalls angeraten, auch die Augen spült man am besten aus.

Bemerkt man Symptome, die von den Raupenhaaren hervorgerufen worden sein könnten, klärt man diese sicherheitshalber mit dem Arzt ab. Bei Atemnot muss den Betroffenen besonders schnell geholfen werden, in diesem Fall alarmiert man direkt den Rettungsdienst.

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